Warum Textil-DPP zur Priorität wird
Der Digital Product Passport (DPP) ist eines der wichtigsten Instrumente, die im Rahmen der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) eingeführt wurden. Es wird erwartet, dass es für Textilbekleidung eine zentrale Möglichkeit wird, Produktinformationen strukturierter, zugänglicher und nützlicher für die Marktüberwachung, Zollkontrollen, Verbraucher, Recycler, Reparaturakteure und andere Interessengruppen zu machen.
Die JRC-Studie zum DPP-Inhalt für Textilbekleidungsprodukte im Rahmen von ESPR erklärt, dass es sich beim DPP nicht nur um ein digitales Etikett handelt. Ziel ist es, harmonisierte, maschinenlesbare Produktdaten bereitzustellen, die Transparenz, Rückverfolgbarkeit, Zirkularität, Compliance-Prüfungen und bessere Informationsflüsse über den gesamten Produktlebenszyklus unterstützen.
Für Bekleidungsmarken, Hersteller, Importeure, Einzelhändler und Marktplätze ist die Botschaft klar: Bei der Vorbereitung auf Textil-DPP geht es nicht nur um die Erstellung eines QR-Codes. Es geht darum, zuverlässige Produktdaten, Lieferantennachweise, Identifikatoren und Governance-Prozesse aufzubauen, die künftigen regulatorischen und geschäftlichen Erwartungen standhalten können.
Welche Produkte sind im Geltungsbereich?
Die Studie konzentriert sich auf textile Bekleidungsprodukte, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden. Es steht im Einklang mit der Definition der vorbereitenden Studie, wonach ein Textilprodukt ein Produkt ist, das mindestens 80 Gewichtsprozent Textilfasern enthält.
Zu den besprochenen Produktgruppen gehören:
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Produktkategorie |
Beispiele |
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Bekleidung für den Oberkörper |
T-Shirts, Hemden, Blusen, Pullover, Hoodies |
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Oberbekleidung |
Jacken, Mäntel, Parkas, Regenjacken |
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Kleidungsstücke für den Unterkörper |
Hosen, Shorts, Jeans, Leggings |
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Ganzkörperbekleidung |
Kleider, Röcke, Overalls |
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Intim- und Aktivitätskleidung |
Unterwäsche, Badebekleidung |
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Zubehör |
Mützen, Schals, Krawatten, Gürtel, Handschuhe, Fäustlinge |
Die Studie stellt außerdem fest, dass Zwischenprodukte wie Fasern, Garne und Stoffe von der formellen DPP-Verpflichtung im Geltungsbereich der Textilbekleidung ausgenommen sind. Daten aus diesen vorgelagerten Phasen sind jedoch weiterhin von entscheidender Bedeutung, da die DPP-Informationen zum Endprodukt häufig von Daten aus der Lieferkette abhängen.
Die wichtigsten DPP-Datenbereiche für Textilbekleidung
Für Textil- und Bekleidungsunternehmen geht es bei der Vorbereitung auf den Digital Product Passport (DPP) nicht nur um die Erstellung eines digitalen Etiketts. Es geht darum, ein strukturiertes, zuverlässiges und nachvollziehbares Produktinformationssystem aufzubauen, das Compliance, Marktzugang, Nachhaltigkeitskommunikation und Zirkularität unterstützen kann.
Die aktuellen Vorbereitungsarbeiten zu Textilbekleidung im Rahmen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) gruppieren den vorgeschlagenen DPP-Inhalt in vier Hauptbereiche: Produktidentifizierung und -klassifizierung, Herstelleridentifizierung, Produktinformationen und Compliance-Dokumentation. Diese Bereiche bieten Unternehmen einen praktischen Ausgangspunkt für die Einschätzung, welche Daten sie bereits sammeln, wo diese Daten gespeichert sind, welche Lieferanten beteiligt sind und welche Lücken geschlossen werden müssen, bevor DPP-Pflichten zu produktspezifischen gesetzlichen Anforderungen werden.
1. Produktidentifizierung und -klassifizierung
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Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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1 |
Eindeutige Produkt-ID |
Kann auf Elementebene/freiwillig erfolgen, wenn eine höhere Granularität gewählt wird |
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2 |
Chargen-ID |
Identifikator auf Stapelebene |
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3 |
Modell-ID |
Bezeichner auf Modellebene |
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4 |
Produkt-ESPR-Kategorie |
ESPR-Klassifizierung, z.B. gestricktes, gewebtes High-Denim-Produkt |
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5 |
Produkt-PEFCR-Kategorie |
PEFCR-Kategorie für Bekleidung und Schuhe |
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6 |
Warencode: HS-Code, 6-stelliger Code |
Harmonisierter Systemcode |
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7 |
Warencode: TARIC-Code, 10-stelliger Code |
EU-TARIC-Code |
Quelle: Tabelle 5.
2. Identifizierung des Herstellers
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Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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8 |
Eindeutige Betreiberkennung des Herstellers |
Party-GLN oder gleichwertig, EORI, falls verfügbar |
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9 |
Herstellername |
Freitext/strukturierter Operatorname |
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10 |
Postanschrift des Herstellers |
Freitext / strukturierte Adresse |
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11 |
Kontaktinformationen des Herstellers |
E-Mail oder andere elektronische Mittel |
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12 |
Eindeutige Einrichtungskennung(en) |
Einrichtung, in der das Produkt hergestellt wurde |
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13 |
Eindeutige Bediener-ID des Importeurs |
Gilt, wenn der Hersteller nicht in der EU ansässig ist |
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14 |
Name des Importeurs |
Gilt, wenn der Hersteller nicht in der EU ansässig ist |
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15 |
Postanschrift des Importeurs |
Gilt, wenn der Hersteller nicht in der EU ansässig ist |
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16 |
Kontaktinformationen des Importeurs |
Gilt, wenn der Hersteller nicht in der EU ansässig ist |
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17 |
Sonstige verantwortliche Betreiberkennung |
Sofern gemäß den geltenden EU-Produktverantwortungsvorschriften erforderlich |
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18 |
Name des anderen verantwortlichen Betreibers |
Für autorisierte Vertreter/Fulfillment-Dienstleister usw., sofern relevant |
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19 |
Sonstige verantwortliche Betreiberadresse |
Für andere verantwortliche Betreiber |
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20 |
Weitere Kontaktinformationen des verantwortlichen Betreibers |
E-Mail oder andere elektronische Mittel |
Quelle: Tabelle 6.
3. Produktinformationen
3.1 Wesentliche Informationen
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Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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21 |
Faserzusammensetzung |
Gemäß Textilkennzeichnungsverordnung, saubere Trockenmasse |
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22 |
Komponentenspezifikation |
Könnte als freiwillig/depriorisiert angesehen werden |
Quelle: Tabelle 7.
3.2 Mechanische Eigenschaften
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# |
Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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23 |
Robustheitsbewertung |
Vorgeschlagene Informationspflicht im Rahmen der ESPR-Textilvorbereitungsarbeiten |
Quelle: Tabelle 7.
3.3 Chemische Eigenschaften/bedenkliche Stoffe
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# |
Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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24 |
Name oder numerischer Code der im Produkt enthaltenen bedenklichen Stoffe |
IUPAC, EC, CAS oder andere akzeptierte Identifikatoren, sofern verfügbar |
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25 |
Lage der besorgniserregenden Stoffe im Produkt |
Freitext |
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26 |
Konzentration, maximale Konzentration oder Konzentrationsbereich der bedenklichen Stoffe auf der Ebene des Produkts |
Ausgedrückt in % w/w |
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27 |
Relevante Anweisungen für die sichere Verwendung des Produkts |
Freier Text / Standardinhalt, wenn keine Anweisungen erforderlich sind |
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28 |
Informationen, die für die Demontage, die Vorbereitung zur Wiederverwendung, die Wiederverwendung, das Recycling und den umweltgerechten Umgang mit dem Produkt am Ende seiner Lebensdauer relevant sind |
Freitext |
Quelle: Tabelle 7.
3.4 Recyclingfähigkeit
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# |
Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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29 |
Bewertung der Recyclingfähigkeit |
Vorgeschlagene Informationspflicht im Rahmen der ESPR-Textilvorbereitungsarbeiten |
Quelle: Tabelle 7.
3.5 Recycelter Inhalt
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# |
Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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30 |
Recycelter Inhalt |
Ausgedrückt als % w/w des Produktgewichts |
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31 |
Herkunft des recycelten Inhalts |
Beinhaltet Unterscheidungen zwischen Abfallart und -herkunft, z. B. Post-Industrial, Pre-Consumer, Post-Consumer |
Quelle: Tabelle 7.
3.6 Sonstiges Umweltrecht / Bio / Umweltzeichen
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# |
Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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32 |
Organischer Inhalt |
Freiwillig; ausgedrückt als % w/w des Produktgewichts |
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33 |
EU-Umweltzeichen |
Freiwilliges boolesches Attribut |
Quelle: Tabelle 7.
3.7 Produkt-Fußabdruck
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Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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34 |
CO2-Fußabdruck des Produkts – Leistungsklasse |
Basierend auf der PEFCR-Methodik der Auswirkungen auf den Klimawandel |
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35 |
Umweltfußabdruck des Produkts – Leistungsklasse |
Basierend auf der PEFCR-Single-Score-Methodik |
Quelle: Tabelle 7.
3.8 Handbücher und Anleitungen
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Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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36 |
Pflegehinweise |
Relevant für die Wartung; verknüpft mit der Textilkennzeichnungsverordnung / ISO 21600:2019 |
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37 |
Reparaturanleitung |
Könnte als freiwillig/depriorisiert angesehen werden |
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38 |
Kontakt zu den von der Marke angebotenen Reparaturdiensten |
Freiwillig / nur dort, wo die Marke Reparaturdienste anbietet |
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39 |
Garantiedauer/kommerzielle Garantiedauer über der gesetzlichen Mindestdauer von 2 Jahren |
Ersetzt die konzeptionelle „garantierte Produktlebensdauer“ |
Quelle: Tabelle 7.
4. Compliance-Dokumentation und Verifizierungsattribute
4.1 Überprüfung der mechanischen Eigenschaften
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Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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40 |
Sichtprüfung |
Testergebnis; relevant im Selbstdeklarationsszenario |
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41 |
Spiralität |
Testergebnis; relevant im Selbstdeklarationsszenario |
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42 |
Dimensionsänderung |
Testergebnis; relevant im Selbstdeklarationsszenario |
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43 |
Konformitätszertifizierung, Überprüfung durch Dritte |
Überprüfung der mechanischen Eigenschaften / Robustheit |
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44 |
Konformitätserklärung, Selbsterklärung |
Überprüfung der mechanischen Eigenschaften / Robustheit |
Quelle: Tabelle 8.
4.2 Überprüfung der Recyclingfähigkeit
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# |
Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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45 |
Konformitätszertifizierung, Überprüfung durch Dritte |
Überprüfung der Recyclingfähigkeit |
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46 |
Konformitätserklärung, Selbsterklärung |
Überprüfung der Recyclingfähigkeit |
Quelle: Tabelle 8.
4.3 Überprüfung des recycelten Inhalts
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# |
Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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47 |
Gewicht, ohne Verzierungen |
Verifizierungsparameter für recycelten Inhalt |
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48 |
Menge an recyceltem Material |
Ausgedrückt in kg |
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49 |
Konformitätszertifizierung, Überprüfung durch Dritte |
Überprüfung des recycelten Inhalts |
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50 |
Konformitätserklärung, Selbsterklärung |
Überprüfung des recycelten Inhalts |
Quelle: Tabelle 8.
4.4 Überprüfung des organischen Inhalts
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# |
Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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51 |
Gewicht, ohne Verzierungen |
Verifizierungsparameter für organische Inhalte |
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52 |
Menge an organischem Material |
Ausgedrückt in kg |
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53 |
Konformitätszertifizierung, Überprüfung durch Dritte |
Überprüfung des organischen Inhalts |
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54 |
Konformitätserklärung, Selbsterklärung |
Überprüfung des organischen Inhalts |
Quelle: Tabelle 8.
4.5 Überprüfung des Produkt-Fußabdrucks
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Attribut-/Datenanforderung |
Notizen |
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55 |
CO2-Fußabdruck des Produkts – Absoluter Wert |
Ausgedrückt in kg CO₂e/kg |
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56 |
CO2-Fußabdruck des Produkts – im Vergleich zu einer Benchmark |
Ausgedrückt als % im Vergleich zur Benchmark |
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57 |
Ökologischer Fußabdruck des Produkts – Absoluter Mehrwert |
Ausgedrückt in Umweltpunkten/kg |
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58 |
Ökologischer Fußabdruck des Produkts – im Vergleich zu einer Benchmark |
Ausgedrückt als % im Vergleich zur Benchmark |
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59 |
Gewicht |
Durchschnittliches Endproduktgewicht, einschließlich Beschnitten |
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60 |
Konformitätszertifizierung, Überprüfung durch Dritte |
Überprüfung des Produkt-Fußabdrucks |
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61 |
Konformitätserklärung, Selbsterklärung |
Überprüfung des Produkt-Fußabdrucks |
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62 |
Zusätzliche technische Dokumentation zur Selbstdeklaration: Informationen zum Chain-of-Custody-Modell, Daten zum Energiemix, digitale Aufzeichnungen zur Rückverfolgbarkeit |
Dem Bericht zufolge könnten diese zu den zusätzlichen Datenpunkten/technischen Dokumentationen im Selbstdeklarationsszenario gehören |
Quelle: Tabelle 8 und deren Anmerkung.
5. Im Bericht werden auch Implementierungsmetadaten vorgeschlagen
Der Bericht enthält auch einen Vorschlag Granularitätsgrad für jeden Datenpunkt in Tabelle 13 und ein Vorschlag Zugriffsrechtestufe in Tabelle 14. Hierbei handelt es sich nicht um zusätzliche Produktinhaltsattribute, sondern um wichtige DPP-Implementierungsmetadaten. Tabelle 13 enthält die Modell-/Chargen-/Artikel-Granularität, und Tabelle 14 unterscheidet zwischen öffentlichem, behördlichem und berechtigtem Zugriff.
Wichtige Herausforderungen bei der Bereitschaft für den Textilsektor
Die Studie identifiziert mehrere praktische Herausforderungen, die Unternehmen nicht unterschätzen sollten.
Fragmentierte Lieferkettendaten
Die Lieferkette für Bekleidung ist lang, global und oft undurchsichtig. Die DPP-Daten des Endprodukts können von Informationen von Faserherstellern, Garnlieferanten, Stofffabriken, Färbereien, Herstellern, Marken, Importeuren und Einzelhändlern abhängen.
Auch wenn die gesetzliche DPP-Verpflichtung für das Endprodukt gilt, hängt die Qualität des Reisepasses von der Genauigkeit und Kontinuität der vorgelagerten Daten ab.
Mangel an standardisierten digitalen Formaten
Viele Unternehmen verwalten Nachhaltigkeits- und Compliance-Informationen immer noch über manuelle und dokumentenbasierte Prozesse. Daten können vorhanden sein, jedoch nicht in einem strukturierten, maschinenlesbaren, interoperablen Format.
Dies stellt eine große Herausforderung für die DPP-Implementierung dar, da das DPP auf zuverlässige digitale Daten und nicht nur auf statische Dokumente angewiesen ist.
Granularitätsentscheidungen
Die Studie unterstreicht die Bedeutung der Wahl des richtigen Granularitätsgrads. DPP-Daten können auf Modell-, Chargen- oder Artikelebene organisiert werden.
Es ist ein ausgewogener Ansatz erforderlich. Daten auf Artikelebene können Reparatur-, Wiederverkaufs- und Recycling-Anwendungsfälle unterstützen, sie können jedoch auch die Kosten und die Komplexität erhöhen. Daten auf Modellebene stimmen eher mit der aktuellen Branchenpraxis überein, während Daten auf Chargenebene wichtig sein können, wenn die Produkteigenschaften je nach Produktionslauf variieren.
Vertrauliche Geschäftsinformationen
Einige Textildaten können wirtschaftlich vertraulich sein. Detaillierte Lieferanteninformationen, chemische Details oder Daten zu Fasermischungen können Aufschluss über Geschäftsbeziehungen oder Kostenstrukturen geben.
Aus diesem Grund sind rollenbasierte Zugriffsrechte unerlässlich. Nicht jedes DPP-Datenfeld sollte unbedingt für jeden Benutzer sichtbar sein. Behörden, Verbraucher, Recycler und Geschäftspartner benötigen möglicherweise unterschiedliche Zugriffsebenen.
Was Textilunternehmen jetzt tun sollten
Textil- und Bekleidungsunternehmen müssen nicht auf jedes letzte technische Detail warten, bevor sie sich vorbereiten. Der erste Schritt besteht darin, den aktuellen Datenreifegrad zu verstehen.
Ein praktischer Bereitschaftsansatz sollte Folgendes umfassen:
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Vorbereitungsbereich |
Was Sie überprüfen sollten |
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Produktdaten |
Produktkennungen, Modelldaten, Chargendaten, Kategoriezuordnung |
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Lieferantendaten |
Informationen zu Faser, Material, Anlage und Herkunft |
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Compliance-Nachweis |
Prüfberichte, Zertifikate, Erklärungen, technische Unterlagen |
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Chemische Daten |
REACH, SVHC, besorgniserregende Stoffe, Nachweis eingeschränkter Stoffe |
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Nachhaltigkeitsdaten |
Recycelter Inhalt, organischer Inhalt, Daten zum ökologischen Fußabdruck |
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Systeme |
ERP, PLM, Lieferantenportale, Tabellenkalkulationen, Dokumentbibliotheken |
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Regierungsführung |
Dateneigentum, Aktualisierungsregeln, Zugriffsrechte, Verifizierungsworkflows |
Unternehmen, die sich frühzeitig vorbereiten, werden besser in der Lage sein, auf künftige delegierte Rechtsakte, Kundenanfragen, Marktanforderungen und Marktüberwachungserwartungen zu reagieren.
Textile DPP ist ein Data Governance-Projekt
Für ein erfolgreiches Textil-DPP ist mehr als nur das einmalige Sammeln von Informationen erforderlich. Dafür ist ein fortlaufendes Governance-Modell erforderlich, das dafür sorgt, dass die Daten korrekt, vollständig und aktuell sind.
Unternehmen sollten Folgendes definieren:
- Wem gehört jedes Datenfeld?
- Welcher Lieferantennachweis ist erforderlich?
- Wie Daten geprüft und freigegeben werden
- Wenn Informationen aktualisiert werden müssen
- Wie Zertifikate und Prüfberichte mit Produkten verknüpft werden
- Welche Daten sind öffentlich, vertraulich oder für Behörden zugänglich?
- Wie Produktänderungen eine Neubewertung auslösen
Dies ist besonders wichtig für Unternehmen, die Produkte auf den EU-Markt bringen, da sie möglicherweise auf Vorlieferanten angewiesen sind und dennoch die Verantwortung für die endgültigen Produktinformationen tragen.
Wie ComplyMarket die DPP-Bereitschaft von Textilien unterstützen kann
ComplyMarket unterstützt Unternehmen bei der strukturierten und skalierbaren Verwaltung der Compliance-Anforderungen für Produkte, Materialien, Lieferanten, ESG und Digital Product Passport.
Bei der textilen DPP-Vorbereitung kann ComplyMarket Unternehmen dabei helfen:
- Ordnen Sie Produkt- und Lieferantendaten den erwarteten DPP-Informationsbereichen zu
- Zentralisieren Sie Lieferantenerklärungen, Zertifikate und Compliance-Dokumentation
- Verwalten Sie Nachweise zur Stoff- und Materialkonformität
- Erstellen Sie revisionssichere Dokumentationsworkflows
- Verbinden Sie Produktdaten mit regulatorischen und Nachhaltigkeitsanforderungen
- Identifizieren Sie Datenlücken, bevor DPP-Verpflichtungen in Kraft treten
- Unterstützen Sie die Einbindung von Lieferanten und die Sammlung von Beweisen
- Bereiten Sie sich auf maschinenlesbare, strukturierte Produktkonformitätsdaten vor
Da sich die DPP-Anforderungen für Textilien weiterentwickeln, werden Unternehmen, die bereits über saubere Daten, klare Verantwortlichkeiten und zuverlässige Lieferantennachweise verfügen, in einer stärkeren Position sein. ComplyMarket hilft dabei, verstreute Compliance-Informationen in einen kontrollierten, geschäftsbereiten Prozess für die zukünftige DPP-Implementierung umzuwandeln.
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